Erst Euphorie und dann Ernüchterung! Du freust Dich, die erste Stufe des Bewerbungsprozesses überstanden zu haben und zum Einstellungsgespräch eingeladen worden zu sein, aber dann überkommt Dich sofort die Nervosität. Du möchtest natürlich souverän und selbstbewusst auftreten – aber wie?
Hier kommen wir ins Spiel! Gerne geben wir Dir Tipps, wie Du eine gezielte Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch durchführen kannst. Wir beantworten Dir folgende Fragen:
- Wie sagst Du ein Vorstellungsgespräch zu?
- Wie bereitest Du Dich gezielt auf typische Fragen vor?
- Welche Kleidung ist die richtige Wahl?
Vorbereitung gibt Selbstsicherheit! Fangen wir also gleich an.
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1. Beginne Deine Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch mit der Terminabsprache
Es scheint auf der Hand zu liegen und ist trotzdem sehr wichtig: Zu Beginn jeder guten Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch steht die Zusage. Du magst es sicher auch nicht, wenn Du Freunde zu einem Treffen einlädst und sich niemand meldet. So geht es Unternehmen, wenn sie Dich zum Vorstellungsgespräch bitten und keine Antwort bekommen.
Also, sage schnell zu (oder ab! Auch das ist möglich), am besten per E-Mail oder telefonisch. Sei hier bereits sehr höflich, denn auch ein kleines Telefongespräch kann ein Mini-Telefoninterview sein. Ähnlich ist es bei der E-Mail. Du möchtest natürlich einen professionellen, freundlichen Eindruck hinterlassen und solltest das Vorstellungsgespräch auch so bestätigen.
Drücke Dankbarkeit und Vorfreude aus, z.B so:
Sehr geehrter Herr Hausen,
Vielen Dank für Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ich nehme den Termin gerne am 27.06.2026 um 14:00 Uhr wahr.
Ich freue mich bereits darauf, Sie kennenzulernen.
Mit freundlichen Grüßen,
Anna Boll
Wähle einen Termin, der Dir gut passt und an dem Du viel Zeit hast hinzukommen, auch wenn es mal Stau gibt. Du möchtest ja schließlich nicht in Stress verfallen. Wird es doch problematisch aus verschiedenen Gründen, dann verschiebe ich den Termin lieber.
Den Termin verschieben
Nicht jeder erste Vorschlag des Unternehmens passt Dir und natürlich gibt es auch Krankheit oder sonstige Gründe, warum der Termin eben nicht geht. Sage das dem Gesprächspartner so früh wie möglich, denn ein Nichterscheinen geht definitiv nicht.
Gebe gute Gründe an, warum Du verschieben möchtest, z.B. kurzfristige geschäftliche Verpflichtungen, besondere private Anlässe, wie die Krankheit eines Familienmitgliedes oder Deine eigene Erkrankung. Biete dann sofort alternative Termine an, an denen Du gerne das Gespräch durchführen möchtest.
Das kannst Du auch wieder per Telefon tun oder via E-Mail:
Sehr geehrter Herr Hauser,
Ich möchte mich nochmals um die Einladung für das Vorstellungsgespräch am 27.06.2026 bedanken. Leider kann ich den Termin aufgrund von Krankheit nicht wahrnehmen. Ist es möglich, den Termin in die Woche danach, den 06.07.2026 oder den 07.07.2026 zu verschieben?
Ich würde mich weiterhin über ein persönliches Kennenlernen freuen.
Mit freundlichen Grüßen,
Anna Boll
Und wenn Du gar nicht möchtest? Absagen geht natürlich auch.
Den Termin für das Gespräch absagen
Gerade, wenn Du Dich auf verschiedene Rollen bewirbst, kann es sein, dass Du nach der Annahme eines persönlichen Gesprächs von einer anderen Seite eine Jobzusage bekommst. Daran ist natürlich überhaupt nichts Verwerfliches und das gehört zur Jobsuche dazu.
Wichtig ist dann, dass Du das Gespräch höflich absagst, denn Du willst es Dir mit dem Unternehmen nicht verscherzen, auch wenn Du einen anderen Job annimmst. Es ist ein absolutes No-Go ohne Kommentar nicht zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen und kann Dir Karrieretüren schließen, wenn Deine Brache untereinander gut vernetzt ist.
Sage also zum Beispiel das Gespräch so ab:
Sehr geehrter Herr Hauser,
Ich möchte mich noch einmal ausdrücklich für die Einladung zum Vorstellungsgespräch bedanken. Leider muss ich Ihre Einladung ablehnen, da ich ein anderes Jobangebot angenommen habe.
Ich entschuldige mich für die Umstände, die Ihnen daraus entstanden sind.
Mit freundlichen Grüßen,
Anna Boll
Wenn Du den Termin aber wahrnehmen kannst und möchtest, dann beginnt ab der Terminabsprache Deine Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch. Am besten fängst Du mit der Recherche über das Unternehmen an.
2. Informier Dich für Deine Vorstellungsgespräch-Vorbereitung über das Unternehmen
Um Deine Stärken in der Bewerbung auszuspielen, hast Du bereits für Dein Anschreiben der Bewerbung das Unternehmen recherchiert und an Deine Fähigkeiten angepasst. Das hat gut funktioniert, immerhin bist Du zum Gespräch eingeladen worden. Jetzt musst Du diese Recherche für eben dieses Gespräch noch einmal vertiefen.
Was weißt Du über das Unternehmen und den Gesprächspartner genau? Je mehr Du kennst, desto selbstsicherer kannst Du auftreten. Es hilft Dir auch darin zu erarbeiten, welche Fragen Dir wohl gestellt werden und welche Fragen Du selbst stellen möchtest. Die offizielle Website, Online-Artikel und LinkedIn-Profile helfen weiter.
Einige Fragen, die Du erarbeiten kannst:
- Gibt es ein Mutterunternehmen und wo ist der Standort?
- Wie groß ist das Unternehmen?
- Ist es ein Familienunternehmen?
- Wie viele Mitarbeiter werden ungefähr beschäftigt?
- Auf welchen Erfolg ist das Unternehmen besonders stolz?
- Wer sind die wichtigsten Konkurrenten?
- Was ist das Image, das das Unternehmen nach außen vertritt?
- Wie ist Deine zukünftige Abteilung aufgebaut?
Wissen über das Unternehmen kann Dir zu einem selbstsicheren Auftritt verhelfen und einen guten Eindruck hinterlassen. Wichtig dabei ist auch Deine Körpersprache.
3. Übe Körpersprache in der Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch
Du bist Dir oft sehr unsicher und wirst schnell nervös? Keine Sorge, denn auch souveränes Auftreten lässt sich üben! Über eine aufrechte und entspannte Körperhaltung, denn das gibt Selbstsicherheit. Bewege Dich nicht zu hektisch und vermeide es, wild zu gestikulieren. Verschränke Deine Arme nichtvor Deiner Brust, sondern zeige Dich offen. Du kannst Dich bei der Vorstellungsgespräch-Vorbereitung im Spiegel betrachten und gegebenenfalls anpassen.
Denke daran, dass Du deutlich und ruhig sprichst und Deine Wortwahl seriös ist. Nutze Fachbegriffe, wenn sie passend sind, aber vergiss nicht, dass Personaler oft nicht so sehr in der Materie sind wie Du.
Du kannst in der Vorbereitung schon Sätze und Aussagen in Deinem Kopf vorformulieren, die dann bei Bedarf abgerufen werden können. Verfalle trotzdem darin, Antworten auswendig aufzusagen, denn das kann zu monotonem Sprechen führen, was keinen guten Eindruck hinterlässt.
Lächele offen, gebe einen kurzen, festen Händedruck, wenn Du dazu eingeladen wirst und runde Deinen ersten Eindruck mit einem professionellen Outfit ab.
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4. Wähle in der Bewerbungsgespräch-Vorbereitung die richtige Kleidung aus
Gerade bei der Auswahl eines richtigen Outfits kommt Dir die Recherche zum Unternehmen zu Gute, denn von der offiziellen Webseite kannst Du den Dresscode des Unternehmens anhand der offiziellen Fotos herausfinden. Schaue Dir also genau die Mitarbeiterfotos an. Tragen Sie Anzüge und Blusen oder ist es eher casual? Passe Dein Outfit entsprechend an.
Je nach Unternehmen oder der Position wird von Dir ein anderes Auftreten erwartet. Trotzdem gibt es ein paar generelle Regeln an die Du Dich halten kannst, wenn Du Dir trotzdem unsicher bist:
- Stelle sicher, dass Deine Kleidung sauber und gebügelt ist.
- Ob offen oder zusammengebunden ist egal, solange Deine Haare nicht Dein Gesicht verdecken.
- Dein Bart muss sauber aussehen und ggfs. rasiert oder getrimmt werden.
- Verzichte auf viel Make-Up und nutze es nur dezent.
- Wähle Schuhe, in denen Du gut laufen kannst und sehe von hohen Absätzen ab, wenn Du vielleicht darin stolpern könntest.
- Verstecke Deinen Körperschmuck nur, wenn Du weißt, dass Du ihn im Arbeitsalltag auch verstecken kannst oder willst. Ansonsten solltest Du Dich immer so zeigen, wie Du bist.
Wenn Du Dir über den Dresscode in Deinem neuen Unternehmen auch nach Recherche nicht sicher bist, darfst Du natürlich gerne im Gespräch noch einmal nachfragen, gerade wenn es um die Akzeptanz von Körperschmuck geht wäre es gut, dass Du im Vorfeld genau Bescheid weißt.
Pro-Tipp: Nicht nur Deine Haare sollten Dein Gesicht nicht verdecken, auch Deine Hände nicht. Vermeide es, Deine Hand vor den Mund zu halten (zum Beispiel um Dich auf den Ellenbogen zu stützen), denn dann kann man Dich schlechter verstehen. Lege beide Hände locker in Deinen Schoß, Du darfst sie auch gerne ein bisschen kneten, um Deine Nervosität im Griff zu halten.
5. Denke bei der Vorstellung auf ein Vorstellungsgespräch an die Selbstpräsentation
Phase 3 des Gespräches ist wahrscheinlich die Selbstvorstellung, hier wirst Du kurz gebeten, Dich selbst vorzustellen. Ein freundliches “Erzählen Sie etwas über sich selbst”, leitet die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch meist ein. Das macht Dich nervös? Die richtige Vorbereitung ist hier entscheident.
Die Selbstvorstellung ist mit einer Zeitspanne von 3-5 Minuten relativ kurz – also keine Sorge! Das bringt allerdings auch die Probleme, dass Du in der Vorbereitung entscheiden musst, welche Aspekte Deiner Berufslaufbahn die wichtigsten sind. Stelle Dir also Fragen darüber wer du bist, welche Kompetenzen Du hast und was Du zukünftig noch erreichen willst, dann solltest Du einen groben Überblick haben, was in Deiner Selbstvorstellung vorkommen wird.
Gehe nochmal Deine Stärken, die Du in der Bewerbung ausgeführt hast, durch und gleiche sie mit der Stellenanzeige ab. Konzentriere Dich auf das Wichtigste und halte Dich kurz, quasi wie beim Kurzprofil im Lebenslauf. Gerne kannst Du vor dem Spiegel üben, aber später im Gespräch musst Du trotzdem unbedingt frei sprechen! Das gilt auch, wenn Du Dich an die Vorbereitung der im Bewerbungsgespräch gestellten Fragen machst.
6. Denke in der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch über typische Fragen nach
Am meisten Stress bereitet Dir sicher die Phase im Einstellungsgespräch, in dem Du den Fragen des Personalers wehrlos ausgeliefert bist. Du kannst Dir aber auch Ruhe verschaffen in dem Du für die Fragen im Bewerbungsgespräch die richtige Vorbereitung durchführst.
Leider gibt es keinen Fragenkatalog, den Du einfach durcharbeiten kannst, um dann 100 %ig auf das Gespräch vorbereitet zu sein. Personaler wählen sich einige Fragen aus und lenken das Gespräch vielleicht in eine ganz andere Richtung, als von Dir vorgesehen. Trotzdem gibt es drei allgemeine Kategorien, in die die Fragen normalerweise fallen:
- Deine Persönlichkeit.
- Deine fachliche Kompetenz.
- Deine Motivation.
Gehen wir alle 3 Kategorien einmal durch.
1. Vorbereitung-Vorstellungsgespräch: Fragen zur Persönlichkeit
Welche spezifischen Eigenschaften hast Du bisher in Deinem beruflichen Werdegang gelernt? Wie möchtest Du diese auf Deinen Job anwenden? Lege Dir hier 1-2 Punkte zurecht, damit Du auf verschiedene Fragen antworten kannst, ohne zu viel zu stottern oder auszuschweifen.
Berühmt-berüchtigt sind hier die Fragen nach Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch. Niemand spricht gerne über Schwächen, wenn man doch von sich Werbung machen möchte. Trotzdem ist es wichtig zu zeigen, dass Du reflektiert bist und Dich kennst. Gehe so vor:
- Wähle Stärken und Schwächen, die sich auf die Arbeitsstelle beziehen.
- Nenne erst Deine Stärken und belege sie mit einem Beispiel.
- Gestehe Deine Schwächen ehrlich ein.
- Verzichte darauf, eine Stärke als Schwäche zu verkaufen (zum Beispiel Zielstrebigkeit).
- Erkläre, dass Du an der Verbesserung der Schwäche bereits arbeitest.
Hier ein Beispiel für eine Frage zur Persönlichkeit:
Frage: „Denken Sie, dass Sie gut mit Kritik umgehen können?”
Antwort: „In meinem momentanen Job wird mir jede Woche schriftliches Feedback zu meiner Arbeitsleistung gegeben. Ich freue mich sehr darüber, da ich es als eine Chance sehe, mich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Ich weiß, es ist keine persönliche Beleidigung und ich implementiere die Verbesserungsvorschläge gerne.
2. Vorstellungsgespräch-Vorbereitung: Fragen zur Kompetenz
Fragen zu Deiner fachlichen Kompetenz sind natürlich besonders wichtig. Lese Dir nochmal gut Deine Bewerbung durch und schaue Dir Deine größten Erfolge an. Auf was warst Du stolz und wie hast Du es erreicht? Welche Deiner Kompetenzen wirst Du auf die neue Stelle sofort anwenden können? Denke auch über die Branche, in der Du arbeitest, nach. Welche Programme und Sprachkenntnisse könnten unter anderem nötig sein?
Lege Dir auch für diesen Punkt 3-5 Anekdoten zurecht. Hier ein Beispiel:
Frage: „Wie gut kennen Sie sich mit der Adobe Creative Suite aus?”
Antwort: „In meinem Graphic-Design-Studium habe ich jetzt schon fünf Jahre lang mit verschiedensten Adobe Produkten gearbeitet, besonders Photoshop, und kenne das Programm deshalb von innen und außen. Zusätzlich habe ich in meinem Praktikum im letzten Jahr auch mit Adobe After Effects einen Kurzfilm bearbeitet und mir hier auch gute Kenntnisse angeeignet.”
3. Vorbereitung-Vorstellungsgespräch für Ausbildung: Frage nach Motivation
Klassische Fragen zur Motivation beziehen sich auf Deine Gründe, sich genau auf diese Stelle zu bewerben. So wahr es vielleicht sein mag, einfach zu sagen, dass Du zum Leben eben einen Job brauchst, macht das bei dem Unternehmen wahrscheinlich keinen guten Eindruck. Nutze also Deine Recherche im vorigen Schritt und notiere Dir 1-3 Vorteile, die nur dieses Unternehmen Dir geben kann und nenne sie. Zum Beispiel:
Frage: „Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?”
Antwort: „Die Internationalität Ihres Unternehmens gibt mir die Möglichkeit an verschiedenen Orten der Welt Kollegen kennenzulernen, deren Methoden zu verstehen und dann auf meine eigene Arbeit anzuwenden. Ich bin begeistert von der Möglichkeit, auf Dienstreisen meine exzellenten Englischkenntnisse anwenden zu können. Außerdem bin ich überzeugt, dass ich diese bei Ihnen noch weiter ausbauen kann.
Wenn Du während der Vorstellungsgespräch-Vorbereitung Dir diese Fragen vor Augen hältst, dann kannst Du Dir schon einigen Stress nehmen. Behalte aber immer im Hinterkopf, dass Du nicht auswendig lernen sollst. Lege Dir Antworten zurecht, die Du dann natürlich, authentisch und freundlich nutzen kannst, ohne zu monoton zu klingen.
Pro-Tipp: Es gibt auch Fragen, die Du nicht beantworten musst. Obwohl 72 % der Arbeitsuchenden denken, dass es zulässig ist, wenn der Arbeitgeber nach einer Schwerbehinderung fragt, stimmt das aber nicht! Fragen dazu, zu Deinem Familienstand, Deiner Religion, Gewerkschaftszugehörigkeit oder Kinderwunsch musst Du nicht beantworten. Am besten lehnst Du die Antwort hier höflich ab.
7. Formuliere ein paar eigene Rückfragen in der Bewerbungsgespräch-Vorbereitung
Du kennst das sicher von Referaten in der Schule: Dein Vortrag ist fertig und Du bittest um Rückfragen, aber alle starren Dich nur mit blanken Gesichtern an, als wären sie mit den Gedanken ganz woanders. Das fühlt sich nicht so an, als hätten sie Dir aufmerksam zugehört. Ähnlich ist es auch beim Einstellungsgespräch.
Nachdem Du die Fragerunde überlebt hast, wird Dir wahrscheinlich angeboten, selbst Fragen an das Unternehmen zu stellen. Das ist nicht Pflicht, aber lass Dir das trotzdem auf keinen Fall entgehen! Nicht nur zeigt es, dass Du Interesse am Unternehmen hast, sondern auch, dass Du richtig zugehört hast.
In der Vorbereitung kannst Du Dir also schon bei der Recherche Dinge aufschreiben. Was interessiert Dich an dem Unternehmen und was hast Du noch nicht richtig verstanden? Du kannst Dir auch während des Gesprächs Notizen machen und dann später darauf zurückkommen.
Achte darauf nur Fragen zum Unternehmen zu stellen und nicht sofort mit Fragen nach Urlaub oder Gehalt mit der Tür ins Haus zu fallen:
Einige Rückfragen für das Einstellungsgespräch:
| RICHTIG |
|---|
|
| FALSCH |
|---|
|
Bleib auch bei den Rückfragen selbstbewusst und sehe von Fishing-for-compliments, also zum Beispiel der Frage, ob Du Dich gut geschlagen hast oder nicht, ab. Besser ist es, spezielle Punkte über das Unternehmen zu erfragen, die Du nicht mit einer Google-Suche herausfinden kannst.
Und dann? Na dann kommt schon der Termin selbst!
8. Bereite Dich am Tag des Gespräches nochmal gezielt vor
Die Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch hast Du nach Checkliste durchgeführt, Selbstpräsentation geübt und Dir Dein Outfit bereitgelegt. Jetzt ist der Tag da und Du kannst nur noch hoffen, dass alles klappt und sonst nichts mehr tun. Nein, stop, Du kannst noch einiges vorbereiten.
Du willst natürlich, dass der Tag stressfrei verläuft, deswegen hast Du ja einen passenden Termin gewählt. Bereite Deine Anreise also mit viel Puffer vor, damit Du bei verpasstem Bus, Stau oder sonstigen Problemen nicht sofort in Panik gerätst. Sollte auch der größte Puffer aus außergewöhnlichen Gründen nicht reichen, dann solltest Du dem Unternehmen so schnell wie möglich Bescheid geben.
Bringe Deine Bewerbungsunterlagen zum Gespräch mit. Das gibt Dir nicht nur etwas, das Du festhalten kannst, sondern lässt Dich auch professionell aussehen. Wenn Du dann mal einen Blackout hast, kannst Du Deine Unterlagen zur Rate ziehen, ohne dass es seltsam wirkt. Schalte Dein Handy auf stumm oder ganz aus, damit es während dem Gespräch nicht stört.
Wenn Du wie 78 % der Bewerber Dein Bewerbungsgespräch online durchführst, solltest Du außerdem noch folgende Punkte in der Vorbereitung beachten:
- Beachte die Bildqualität, die Belichtung und der Bildausschnitt Deiner Webcam.
- Teste Deine Internetverbindung.
- Stelle sicher, dass Dein Mikrofon angeschlossen und hörbar ist.
- Sitze aufrecht und halte Dich trotz kleinem Bildausschnitt an den Dresscode des Unternehmens.
Du bist trotzdem nervös? Keine Sorge, da bist Du nicht die einzige Person! Es ist nicht verboten im Gespräch zuzugeben, dass Deine Nerven flattern, wenn Du einmal länger brauchst, um eine Frage zu beantworten. Das ist nur menschlich. Atme tief durch, erinnere Dich an deine Vorbereitung und dann geht es schon wieder!
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Die Kernpunkte
Bereite Dich so auf ein Bewerbungsgespräch vor:
- Kläre den Termin ab und verschiebe, bzw sage ihn freundlich ab, falls er Dir doch nicht mehr liegt.
- Informiere Dich über das Unternehmen und mache Dir Notizen über Themen, die Dich interessieren.
- Übe offene und herzliche Körpersprache und einen verständlichen Sprachstil.
- Formuliere Deine Selbstvorstellung, indem Du auf Deine relevante Berufserfahrung eingehst und einige Deiner Stärken nennst. Lerne sie aber auf keinen Fall auswendig.
- Mach Dir über typische Fragen zu Deinen Kompetenzen, Deiner Persönlichkeit und Deiner Motivation Gedanken und formuliere kurze Antworten, die Du auf Bedarf abrufen kannst.
- Suche Dir einige passende Rückfragen heraus, die Du an das Unternehmen stellen kannst. Sehe von Fragen nach Urlaub oder Feedback zum Gespräch ab.
- Plane Deine Anreise und vergiss Deine Bewerbungsunterlagen nicht.
Die Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch ist jetzt abgeschlossen. Wir wünschen Dir beim weiteren Bewerbungsprozess viel Glück!
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